Umbau Altes Schulhaus
Kirchrain 9 und 11
8824 Schönenberg

Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige alte Schulhaus am Kirchrain in Schönenberg wird vor dem Zerfall gerettet, komplett saniert und zu zwei eigenständigen Hausteilen umgebaut. Sowohl aussen, wie auch im Innern wird die geschützte Substanz erhalten und aufwendig restauriert. Auch die nur noch spärlich vorhandene geschützte Umgebung wird gewahrt beziehungsweise wiederhergestellt. Mit marginalen Eingriffen wird die Umnutzung zu zwei Wohneinheiten ermöglicht. Aussen auf der Westseite wird der nicht schützenswerte Anbau rückgebaut und durch einen modernen Carport in Cortenstahl ersetzt. Auf der Nordseite werden zwei bestehende Fensteröffnungen zu Ausgängen umfunktioniert, so dass beide Hausteile Zugang in den Garten haben. Sowohl der neue Anbau, als auch diese neuen Türelemente werden bewusst in moderner Architektursprache gezeigt und setzen einen deutlichen Kontrast zum Bestand.

Im Innern wird das Gebäude in Giebelrichtung in zwei Hälften geteilt. Eine grosse Herausforderung ist die vertikale Erschliessung beider Hausteile. Zwei elegante moderne Aufgänge in rohem Metall werden gekonnt in die engen Platzverhältnisse eingesetzt, so dass die geschützte Tragstruktur und die Decken nicht zu stark tangiert werden. Zusammen mit den neuen Anhydritböden bilden auch diese einen bewussten Gegensatz zu den alten Materialien, die den Charakter des Inneren des Gebäudes weiterhin prägen. Die ursprüngliche Grundrissstruktur wird beibehalten, einzelne Räume werden den neuen Bewohnerbedürfnissen entsprechend umfunktioniert. So entstehen grosszügige moderne Nasszellen und zwei schöne zeitgemässe Küchen.

Umbau EFH
Mülibachstrasse 23
8805 Richterswil

Die Liegenschaft aus den sechziger Jahren wird von der jüngeren Generation übernommen und umgebaut. Das bestehende alte Dachgeschoss wird durch ein neues grösseres Geschoss in Holzelementbauweise ersetzt. Von aussen wird das neue Geschoss bewusst in moderner Architektursprache gezeigt. Dunkelgraue grosszügige Metallfenster umrahmt von lichtgrauen silbrigen Zargen durchbrechen die jadegrüne Welleternithaut, die sich elegant über die Fassaden und Dachflächen des neuen Geschosses zieht. Die bestehende verputzte Fassade des ursprünglichen Gebäudes wird in einem mittleren Grauton gestrichen und bildet den Sockel. Unter- und Erdgeschoss bleiben weitgehend bestehen. Das Erdgeschoss erhält anstelle des alten Wintergartens einen überdeckten Aussensitzplatz und die Küche wird vergrössert und erneuert.

Die neue Grundrissstruktur des Obergeschosses ist einfach, schlicht und grosszügig. Drei grosse flexibel nutzbare Zimmer und zwei Nasszellen werden durch die bis in die Dachschräge laufende Raumhöhe geprägt. Materialisierung und Farbgebung harmonieren mit dem äusseren Konzept. Keramikplatten in speziellem Format und mit glänzender, unregelmässiger Oberfläche charakterisieren die Nasszellen und verleihen ihnen faszinierende Hell-Dunkel Effekte. Der im ganzen Geschoss eingesetzte schlichte Anhydritboden bildet einen bewussten Kontrast dazu. Tageslicht dringt durch Dachflächenfenster in die überhöhten Gangbereiche ein und ein einfaches Beleuchtungskonzept spendet bei Bedarf zusätzlich Licht.